KI-Transparenz und Erkennbarkeit
Wie Kontiqo KI-erzeugte Inhalte kennzeichnet und wie sich das von außen überprüfen lässt.
Worum es auf dieser Seite geht
Kontiqo ist eine Software, mit der Menschen Beiträge für soziale Netzwerke erstellen. Teile dieser Beiträge werden von künstlicher Intelligenz erzeugt: Texte und Bilder.
Artikel 50 Absatz 2 des EU AI Act verlangt von uns zweierlei: KI-Ausgaben maschinenlesbar zu markieren und dafür zu sorgen, dass diese Markierung auch erkannt werden kann. Diese Seite beschreibt, was wir einbetten und wie Sie es selbst nachprüfen - ohne uns fragen zu müssen.
Sie richtet sich an alle, die mit Inhalten aus Kontiqo in Berührung kommen: Leserinnen und Leser, Plattformen, Forschung, Medien und Behörden.
Bilder: was eingebettet ist
Jedes von Kontiqo erzeugte Bild erhält beim Speichern eine maschinenlesbare Markierung nach dem IPTC-Standard für Foto-Metadaten. Sie ist unsichtbar und verändert das Bild nicht.
Eingebettet wird ein XMP-Paket mit diesen beiden Angaben:
- Iptc4xmpExt:DigitalSourceType = http://cv.iptc.org/newscodes/digitalsourcetype/trainedAlgorithmicMedia
- xmp:CreatorTool = kontiqo (AI-generated)
Der erste Wert ist der offizielle IPTC-NewsCode für ein vollständig von einem trainierten Algorithmus erzeugtes Medium. Er ist ein öffentlicher Industriestandard, kein Kontiqo-Format.
Wie Sie das prüfen
- Mit jedem Werkzeug, das XMP-Metadaten liest - zum Beispiel dem freien Kommandozeilenprogramm ExifTool oder den Dateiinformationen gängiger Bildbearbeitung.
- Ohne Zusatzprogramm: Das XMP-Paket steht als lesbarer Text in der Datei. Wer sie in einem Texteditor öffnet und nach DigitalSourceType sucht, findet den Wert.
Sie brauchen dafür weder ein Konto bei uns noch eine Anfrage an uns. Das ist beabsichtigt.
Was diese Markierung nicht leistet
Soziale Netzwerke berechnen hochgeladene Bilder neu und gehen dabei unterschiedlich mit den Metadaten um. Bei unserer Messung am 01.08.2026 war das Bild so: Auf LinkedIn war die Herkunftsangabe nach dem Upload vollständig entfernt; auf Facebook und Instagram war sie noch vorhanden. **Verlassen Sie sich darauf bitte nicht.** Das ist eine Momentaufnahme, kein Versprechen - die Netzwerke ändern ihre Bildverarbeitung jederzeit und ohne Ankündigung. Wir prüfen das regelmäßig nach und aktualisieren diese Seite; wer sichergehen will, prüft die konkrete Datei selbst mit den oben beschriebenen Werkzeugen. Das alles geschieht erst nach der Auslieferung durch uns und liegt außerhalb unseres Einflusses. Ein Bild ohne Markierung ist deshalb kein Beleg dafür, dass es nicht von einer KI stammt. Und dort, wo die Markierung den Betrachter nicht erreicht, bleibt die sichtbare Kennzeichnung (siehe nächster Abschnitt) das einzige Signal.
Die Markierung ist derzeit nicht kryptografisch signiert. Eine Signatur nach dem C2PA-Standard ist entwickelt, aber noch nicht aktiv. Wir aktualisieren diese Seite, sobald sie live ist.
Texte: derzeit keine Markierung, und warum
Für KI-erzeugte Texte betten wir keine maschinenlesbare Markierung ein. Das ist eine bewusste, geprüfte Entscheidung und keine Nachlässigkeit.
Es gibt zwei anerkannte Verfahren, und beide stehen uns nicht zur Verfügung:
- Unsichtbare Wasserzeichen im Text setzen einen Eingriff in die Textentstehung im Sprachmodell voraus. Die Schnittstelle unseres Modellanbieters bietet weder diese Möglichkeit noch ein Werkzeug, mit dem sich ein solches Wasserzeichen nachweisen ließe. Wir haben das am 1. August 2026 direkt an der Schnittstelle gemessen und dokumentiert.
- Metadaten lassen sich an Text anhängen, solange er in einer Datei steckt. Ein Beitrag geht aber als reiner Text an die Schnittstelle des sozialen Netzwerks, und diese Schnittstellen haben kein Feld für Herkunftsangaben. Eine Markierung käme beim Leser nicht an.
Artikel 50 Absatz 2 verlangt technische Lösungen ausdrücklich nur, soweit sie technisch machbar sind. Wir bewerten diese Machbarkeit fortlaufend neu, spätestens halbjährlich und immer dann, wenn sich an den eingesetzten Modellen oder Plattformen etwas ändert.
Was es stattdessen gibt: Wir protokollieren zu jedem erzeugten Text intern, welches Modell ihn wann erzeugt hat, zusammen mit einer Prüfsumme des Textes. Den Text selbst speichern wir dafür nicht. Damit können wir zu einem vorgelegten Text Auskunft geben - siehe unten.
Sichtbare Kennzeichnung im Beitrag
Von der maschinenlesbaren Markierung zu unterscheiden ist die sichtbare Kennzeichnung eines Beitrags. Für sie ist nach Artikel 50 Absatz 4 die Person oder das Unternehmen verantwortlich, die den Beitrag veröffentlicht - nicht wir als Softwareanbieter.
Kontiqo stellt seinen Kundinnen und Kunden dafür Werkzeuge bereit: ein sichtbares KI-Label, das in Bilder eingebrannt werden kann, und eine Hinweiszeile im Beitragstext. Ob sie eingesetzt werden, entscheidet die veröffentlichende Stelle.
Herkunftsanfrage zu einem konkreten Inhalt
Wenn Sie zu einem bestimmten Text oder Bild wissen möchten, ob er aus Kontiqo stammt, schreiben Sie uns an support@kontiqo.io. Geben Sie den Inhalt möglichst unverändert an - bei Text am besten als Kopie, bei Bildern als Originaldatei.
Zwei Einschränkungen, damit Sie wissen, was Sie erwarten können: Unsere Aufzeichnungen zur Herkunft löschen wir nach zwölf Monaten, ältere Inhalte können wir deshalb nicht mehr zuordnen. Und ein Text, der nach der Erzeugung bearbeitet wurde, stimmt nicht mehr mit unserer Prüfsumme überein - dann können wir keine sichere Aussage treffen.
Verantwortlich
DIGITALPASSION Ltd., Tassou Papadopoulou 16, House 2, 8270 Tremithousa, Zypern
E-Mail: support@kontiqo.io
Stand dieser Angaben: 1. August 2026